NDR Radiophilharmonie Hannover und Ingrid Fliter: „Beethoven plus“
Die „Symphonie classique“ ist eines der beliebtesten Werke des 20. Jahrhunderts und eine der amüsantesten Fälschungen der Musikgeschichte. 1916 fasste Prokofjew den Entschluss, eine Sinfonie nach der Art Haydns zu komponieren. Das Ergebnis ist tatsächlich eine Sinfonie, die fast wie Haydn klingt – aber eben nur fast. Überall baut Prokofjew kleine Fußangeln ein, plötzliche harmonische Wendungen, falsche Schlüsse, irreguläre Rhythmen. Immer wenn der Hörer sich auf sicherem Terrain fühlt, wird er auf liebenswürdige Weise aufs Glatteis geführt.
Niemals zuvor hatte ein Klavierkonzert ohne Orchestervorspiel direkt mit einem Solo des Klaviers begonnen. Aber Beethoven tat es in seinem 4. Klavierkonzert G-dur. Tschaikowskys 1888 komponierte Sinfonie nr. 5 e-moll ist ein Meisterwerk der Spätromantik und gilt als „Schicksalssinfonie“, da ein zentrales Thema den Kampf gegen das Schicksal darstellt, das sich durch alle vier Sätze zieht und in einem triumphalen Finale endet.
Im Jahr 2027 jährt sich zum 200. Mal das Todesjahr von Ludwig van Beethoven, der wie kein zweiter die Entwicklung des klassischen Konzertwesens geprägt hat und dessen Werk deshalb weltweit gefeiert wird. Aus diesem Anlass bieten wir Ihnen den Zyklus „BEETHOVEN PLUS“, der mit besonderen Gegenüberstellungen von Werken des 19. und 20. Jahrhunderts zu Kompositionen Beethovens aufwartet.
Konzerteinführung: 19:15 Uhr, Großer Saal (Christian Edelmann, Cellist)
Programm:
Sergei Prokofjew: Sinfonie Nr. 1 D-Dur „Symphonie classique“ op. 25
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64
Solistin: Ingrid Fliter, Klavier
Musikalische Leitung: Stanislav Kochanovsky
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